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Toolbox-Anwendung - Beispiel 2 - Schrittfolge
Beschreiben der Ausgangssituation
Hintergrund:
Mit dem neuen Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG, 17.03.98) sowie der daraufhin
erlassenen neuen Bundesbodenschutzverordnung (BbodSchV, 17.07.99) ist für
die Gefährdungsabschätzung von Altlasten und Verdachtsflächen
eine Sickerwasserprognose vorgesehen. Mit der Sickerwasserprognose soll
ein zu erwartender Schadstoffeintrag über das Sickerwasser in das
Grundwasser abgeschätzt werden. Der methodische Ansatz soll die Konzentrationen
und Frachten im Übergangsbereich von der ungesättigten zur wassergesättigten
Zone des Bodens bewerten. Für organische Stoffe ist ein Säulenversuch
oder ein Lysimeterversuch vorgesehen (BBodSchV 3.2.1).
Lysimeter sind (meist zylinderförmige) Geräte, die geeignet sind,
Sickerwasser im Boden aufzufangen und für eine chemische Analyse bereit
zu stellen. Lysimeter werden in unterschiedlichen Größen gebaut
und in den Boden eingesetzt. Sie fangen das Bodensickerwasser über einen
definierten Querschnitt in einer definierten Tiefe auf.
Neben der vertikalen Strömung des Feuchtigkeitsflusses ist aber auch der
laterale Strom wichtig. Hierfür aber existieren bisher keine zufrieden
stellenden Lösungen.
Bisher kann gemessen werden, wie viel Wasser durch den Boden strömt, aber man weiß nur unzulänglich genau, wie schnell es das tut. Gesucht wird ein Messverfahren, das die Geschwindigkeit des Wasserflusses im Boden misst. Diese Geschwindigkeit ist sehr klein. Außerdem gibt es ein Konturproblem: das Wasser bewegt sich an der Bodenkrume entlang. An bisherigen Messeinrichtungen ist die Messstrecke glatt, gerade und eben, nicht aus Krumen mit Hohlräumen bestehend.
>>> Problem:
Der Durchsatz von schädlichen Stoffen im Boden soll in einem Modell prognostizierbar werden. Dazu wird ein Messgerät benötig, das den sehr langsamen Feuchtestrom in der Bodenmatrix zu messen erlaubt – ohne durch die Messung den Fließstrom zu verändern.
Nachfolgend wird die Problembearbeitung mittels der INVENToolbox nachgezeichnet.